Lesetag 3:

Nach weiteren Wochen und einer erneuten Hungersnot erreicht der Zug schließlich die prächtige Hafenstadt Genua. Hier ist für Irmingard und Gerhard der entscheidende Punkt in der Reise gekommen. Irmingard will den überheblichen schwarzen Mönch scheitern sehen, da dieser überzeugt ist das Meer teilen zu können um trockenen Fußes nach Jerusalem zu gelangen. Natürlich versagt der Mönch bei dieser unmöglichen Aktion und er ist wutentbrannt. Völlig außer Kontrolle gibt er die Schuld Gerhard, welcher seiner Ansicht nach vom Teufel geschickt ist. Die Wut schwingt auf alle anderen Kinder über und sie beginnen Steine nach Gerhard zu werfen. Irmingard versucht ihm zu helfen, wird jedoch festgehalten und muss mit ansehen wie ihr geliebter gesteinigt wird. Als Gerhard bewusstlos in den Sand sinkt bekommen die Kinder es mit der Angst zu tun und ziehen ab. Irmingard bleibt hilflos zurück und bittet nach stundenlanger Verzweiflung zwei Fischer gegen Geld ihren Freund zu einem jüdischen Heiler in Genua zu bringen. Der Heiler nimmt sie freundlich auf und Gerhard erfährt von Irmingard, dass sie in Wirklichkeit Rebekka heißt und die Tochter zweier Juden in Speyer war. Gerhard kann nichts erwidern, denn er fällt in einen langen Schlaf und wacht lange nicht auf. Als er aufwacht, leben sich beide bei dem reichen Arzt ein und leben viele Jahre in Genua. So gut es ihnen jetzt geht, so entfernen sich Gerhard und Irmingard voneinander immer mehr, da sie verschiedenen Religionen angehören. Nach einem halben Jahr finden sie jedoch zueinander und heiraten in jüdischem Brauch. Irmingard hilft nun dem Arzt in seiner Praxis aus und Gerhard wird Gewürz und Seidehändler. Als zu ihrer Trauer der Arzt stirbt macht sich das inzwischen ebenfalls reiche Paar wieder auf den Heimweg nach Speyer, wo sie sich endgültig niederlassen. Dort leben sie fast 20 Jahre ohne Beschwerden und Gerhard trifft seinen Freund Eckart wieder, welcher inzwischen Bürgermeister ist. Gerhart wird in den Rat der Stadt aufgenommen. Schließlich taucht nach dieser langen Zeit Nikolaus erneut in der Stadt auf und zieht Menschen erneut in den Bann. Er droht das strafbare Geheimnis der jüdisch-christlichen Ehe zwischen Gerhard und Irmingard aufzudecken. Doch der an Aussatz erkrankte Bruder von Irmingard, der wieder auftaucht,  erfüllt seinen und seines Schwesters Racheakt an ihm und steckt den schwarzen Mönch absichtlich mit der Krankheit an. Der schwarze Mönch verzweifelt und scheitert.

16.1.08 17:39

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